60. Festspiele Europäische Wochen Passau | 29. Juni bis 29. Juli 2012

Veranstaltungsorte in Böhmen

Ceské Budejovice (Budweis): ehem. Dominikanerklosterkirche Mariä Opferung

Das Dominikanerkloster mit der Kirche Mariä Opferung ist die älteste Sehenswürdigkeit in České Budějovice. Es wurde während der Stadtgründung in der Nähe vom Stadtplatz erbaut. Im Geist der Ordensregel musste es in der dicken Nähe von der Stadtbefestigung stehen, also es wurde zum Bestandteil der Stadtbefestigung. Das Kloster wurde um das Jahr 1265 gegründet. Das Presbyterium wurde noch vor dem Ende des 13. Jh. beendet und ist die älteste architektonische Sehenswürdigkeit von České Budějovice. Der Bau der dreischiffigen Kirche mit dem Konvent setzte bis in die 2. Hälfte des 14. Jh. fort. Die Besonderheit ist, dass hier außer Stein auch die Ziegelsteine als Baumaterial verwendet wurden. In der 2. Hälfte des 15. Jh. wurde ein Turm angebaut. Das Kloster existierte bis zu seiner Auflösung (1785), die Dominikaner wurden durch Piaristen und Redemptoristen abgelöst. Obwohl die Kirche mehrmals niederbrannte, blieb die ehemalige frühgotische Gestalt bis heute erhalten. Zur Kirche liegt der Klosterkreuzgang an. Der ehemalige Domkapitelsaal wurde durch Umbauten abgewertet, die im Kloster nach seiner Auflösung durchgeführt wurden. Der ehemalige gotische Klosterturm mit dem Kreuzgewölbe (im ersten Stock) wurde in die heutige Gestalt mit der Barockkuppel 1772 umgebaut. Auf dem freien Platz vor dem Kloster war ein Friedhof. Heute ist er als Stadtplatz (Piaristen-Platz) mit dem Markt hergerichtet.

Ceský Krumlov (Krumau): Schloßreitschule

Die imposante und gewaltige Schloßanlage hoch über der Moldau, geht auf eine Burg der sagenumwobenen Witigonen zurück, die im 13. Jh. begonnen und im 16. Jh. im Renaissancestil umgebaut wurde. Bis in das 17 Jh. hinein diente der Bau als repräsentative Residenz der Rosenberger, danach der Eggenberger und Schwarzenberger, unter denen die barocke Umgestaltung vorgenommen wurde. Sehenswert ist nicht nur die Reitschule, das spätbarocke Theater, sondern auch der prachtvolle Park mit dem Rokokopavillon nach Entwürfen von Antonio Altomonte und dem Naturtheater. Unter den zahlreichen Räume des Schlosses befindet sich auch die Schloßreitschule.

Hluboká nad Vltavou (Frauenberg): Schloß

Schloss Hluboká, eins der meistbesuchten Schlösser Tschechiens, ragt am nördlichen Rand des Budweiser Teichbeckens an einer scharfen Landzunge oberhalb der Moldau empor. Die ursprünglich königliche Burg Frauenberg wurde zusammen mit der benachbarten Stadt České Budějovice (Budweis) im 13. Jahrhundert vom böhmischen König Přemysl Otakar II. gegründet. Die Burg erlebte eine komplizierte Entwicklung und vier grundsätzliche Umbauphasen. Ihre heutige neugotische Gestalt aus dem Jahr 1871 verdankt sie der Familie Schwarzenberg, in deren Besitz die Burg seit 1661 war. Die heutige Gestalt des Schlosses Hluboká stammt aus der Regierungszeit von Johann Adolf II. von Schwarzenberg und seiner Gemahlin Eleonora, die sich entschieden, das Schloß nach dem Vorbild des königlichen Schloßes Windsor umzubauen. In der Nähe des Schloßes erstreckt sich der Schloßpark, der ebenfalls im englischen Stil angelegt wurde.  www.hluboka.cz

Zlatá Koruna (Goldenkron): Pfarr- und ehem. Klosterkirche

Das ehemalige Zisterzienserkloster Zlatá Koruna liegt an der Moldau, einige Kilometer nördlich von Český Krumlov (Krummau). Es wurde 1263 von Přemysl Otakar II. als Gegengewicht zu den Rosenbergern gegründet. 1420 von den Hussiten niedergebrannt, wurde es nach 1663 im Barockstil umgestaltet. Mittelpunkt der Klosteranlage ist die dreischiffige Kirche Mariä Himmelfahrt, die auf die Mitte des 14. Jahrhundert zurückgeht. An deren gotischer Fassade soll Michael Parler, Bruder des berühmten Peter Parler, mitgewirkt haben. Kunsthistorisch bedeutsam sind auch der Domkapitelsaal aus den Jahren 1280-1290, die Schutzengelkapelle aus den 80er Jahren des 13. Jahrhundert und der um 1500 entstandene kleine Konvent. Im Jahr 1785 wurde das Kloster aufgelöst. Die Rekonstruktion der Gesamtanlage erfolgte erst in unserem Jahrhundert. Die einst in der Kirche beheimatete berühmte „Goldenkroner Madonna“, ein Tafelgemälde von 1400 im „Schönen Stil“, befindet sich heute in der Prager Nationalgalerie. www.sweb.cz/zlatakoruna/



Webmaster   geändert:  07.07.2011